Sabine Vogel
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______________________________________ im Juni 2017 ___

Zur Dschinn-Amazone und ihrem Laufgaruda gibt es auch eine kleine Geschichte. Ich hoffe sie gefällt euch.

Der Laufgaruda aus der Familie der Fantasietiere ist in der größtenteils noch unerforschten Auenlandschaft des Bewusstseins beheimatet. Er ernährt sich vorwiegend von unnützen Gedanken, die sich im Kreise drehen (vorzugsweise rechtsdrehend).
Zu seinen bevorzugten Jagdgebieten gehört das Unbewusste. In Windeseile durchläuft er es, wird in den meisten Fällen schon nach kurzer Zeit fündig und packt einen Gedanken mit seiner weichen Schnauze, um ihn genüsslich aufzusaugen.
Der Laufgaruda wurde kurz nach seiner Entdeckung in die Liste der geheim zu haltenden Tiere aufgenommen. Denn sollte bekannt werden, dass es ein Tier mit derartigen Fähigkeiten gibt, würde jeder eines haben wollen, was jedoch äußerst gefährlich werden könnte.

Denn zu den weniger angenehmen Eigenschaften des Laufgaruda gehört es - sollte ein großer Futtervorrat vorhanden sein- sich langfristig im Unbewussten einzunisten, um Nachwuchs aufzuziehen. Aus den Eiern des Laufgaruda können allerdings, wenn sie nicht richtig bebrütet werden, irrwitzige Ideen schlüpfen und die vom Laufgaruda befallene Person zu merkwürdigen Handlungen, wie zu Beispiel Fantasieromane zu schreiben, veranlassen.

Die einzige bekannte Gegenmaßnahme in einem solchen Fall ist das Herbeidenken einer Dschinn-Amazone, was sich aber für die befallene Person meist als schwierig herausstellt. Ist sie doch mit ihren irrwitzigen Ideen so beschäftigt, dass sie keinen anderen Gedanken fassen kann.
Eine Dschinn-Amazone, besonders die ganz zauberhafte, kann das Fantasietier so lange mit ihrem sanften Blick betören, bis es sich ohne Gegenwehr von ihr einfangen, satteln und reiten lässt.
Sobald die Dschinn-Amazone den Laufgaruda gezähmt hat, ist die befallene Person in der Lage, von den irrwitzigen, kreisenden Gedanken abzulassen…


 

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